Delphine – unsere intelligenten Freunde

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  1. Was bedroht die Delphine?
    1. Delphinarien
    2. Delphin-Beifang
    3. Walfang
    4. Die Fakten
  2. Aktionen für die Delphine
    1. Delphin-Patenschaft
    2. Die Thunfisch-Checkliste
    3. Walschutzorganisationen
    4. Weitere Netzseiten zum Thema Wale und Delphine

Was bedroht die Delphine?

Delphinsprung Die meisten von uns denken vielleicht an Flipper, wenn sie das Wort „Delphine“ hören. Delphine sind sehr intelligent und können eine symbolische Sprache erlernen. Sie sind spielerisch veranlagt, freundlich und zumeist kontaktfreudig. Delphine besitzen die außer­ordentliche Fähigkeit zu erkennen, wenn uns Menschen unter Wasser Gefahr droht (vielleicht, weil sie in uns einen Artgenossen sehen). Schon in der Antike wird davon berichtet, daß Delphine Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben, und das passiert selbst heute noch. Delphine retten jedoch nicht nur Leben, sondern heilen auch Menschen: Sie haben eine so gute Ausstrahlung auf uns Menschen, daß sie bei schwerkranken oder behinderten Menschen erfolgreich als Therapeuten eingesetzt werden. Para­doxer­weise werden ihnen heute diese außer­ordent­lichen Fähig­keiten zum Verhängnis:

Delphinarien

Entsorgte Delphine Zum Amuse­ment von Touristen werden die Meeres­säuger oft unter artwid­rigen Umständen in Delphin­arien vorgeführt. Statt durch die Weiten der Meere zu streifen, müssen sie dort in Beton­becken ihre Bahnen ziehen. Verhaltens­forscher haben herausgefunden, daß ein Delphin zum normalen Leben (ohne Wanderungen) die Fläche einer Großstadt braucht. In Delphin­arien, in denen sie gefangen sind und Kunststücke zeigen müssen, haben sie nur einen Bruchteil ihres benötigten Raumes zu Verfügung. Während der Gefangen­schaft schrumpft ihr Gehirn fast um die Hälfte. Die meisten verstummen völlig. Manche Tiere begehen sogar Selbstmord. Die Dressur ist schon fast ein Glück im Unglück, ansonsten stürben die Tiere noch schneller – an Langeweile. Ihr Gesichts­ausdruck vermittelt immer ein Lächeln. Ein gefährlicher Irrtum! Auch die modernsten Delphin­arien und die beste menschliche Pflege können ihnen die Freiheit nicht ersetzen. Aber das sieht der einzelne Tourist natürlich nicht und dessen Kinder schon gleich gar nicht: „Komm her, Flipper. Komm, komm.“ Noch ein bißchen Popcorn ins Wasser, dann paßt die Sache schon. „Papa, die essen doch Popcorn, oder?“ Sie fühlen sich in ihrem verklärt-romantischen Flipper-Bild bestätigt und sehen nicht, wie das Tier, wenn es nach zwei Jahren Streß tot ist, „entsorgt“ wird.

Aber nicht nur durch Delphinarien droht diesen Tieren ein unwürdiges Ende:

Delphin-Beifang

Toter Delphin Viele Delphinarten sind durch die Treib­netz­fischerei und durch die rücksichtslose Ausbeutung mariner Ressourcen stark dezimiert worden. Sie landen als störender „Beifang“ (der teilweise 60–80% beträgt) in den (zum großen Teil illegalen) Treib- oder Ringwaden­netzen der Thunfisch-Fischerei­flotten, da die Delphine sich oft in der Nähe von Thunfischen aufhalten. Diese Todesnetze können bis zu 100km lang sein. Sie bestehen aus feinem Nylon und können deshalb auch nicht durch die Echo-Lotung der Wale und Delphine wahrgenommen werden. Doch auch andere Meerestiere wie Haie, Robben, Meeres­schildkröten und Seevögel verenden qualvoll in diesen Netzen.

Walfang

Delphine gehören zu den Walen, und um den Bogen mal etwas weiter zu spannen, Wale werden natürlich auch absichtlich gefischt, und das nicht zu knapp: die Walbestände sind dementsprechend schon stark zurückgegangen und etliche Arten vom Aussterben bedroht! Zudem ist der Fang für die Tiere sehr schmerzvoll:

Der Todeskampf beim Wal dauert bis zu einer Stunde (geht „technisch“ nicht zu beschleunigen)! Ihr Fleisch gilt als Delikat­esse auf den japanischen Fisch­märkten und erzielt Spitzenpreise (bis zu 250 EUR/kg). Das veranlaßt Japan, wie Norwegen übrigens auch, die inter­national abgeschloss­enen Walfang-Moratorien dreist zu ignorieren! Um den Schutz der Wale in der Antarktis zu gewährleisten, hat die IWC (Inter­nationale Walfang-Kommission, der Verband der ehemaligen Walfang­nationen) 1994 die Gewässer rund um den Südpol zu einem inter­nationalen Wal-Schutz­gebiet erklärt. Doch Japan ignoriert auch dies - und erhöht sogar trotzig die Quote auf 440 Tiere im Jahr darauf! Japan ignoriert ebenfalls den alljährlichen Beschluß der IWC, den Walfang zu stoppen. Da das inter­nationale Seerecht in Fragen des Walfangs die Zusammenarbeit mit der IWC fordert - und ein andauerndes Ignorieren der Beschlüsse eindeutig keine Zusammen­arbeit darstellt - verstößt die japanische Fangflotte mit ihrem Walfang gegen das Seerecht. Der japanische Walfang ist illegal, s.a. Bericht von Greenpeace dazu.

Fazit: Wenn Dollar in den Augen blitzen, gilt ein Tierart nicht viel, sei sie auch noch so intelligent und schützenswert.

Alles übertrieben, sagen Sie?

Die Fakten

Nach 55 Millionen Jahren Entwicklung reichen uns 150 Jahre, um die Wale und Delphine fast auszurotten.

Es gibt einige Menschen auf der Welt, die so mit Habgier erfüllt sind, daß Sie für die Schönheiten und Gaben der Natur keine offenen Augen mehr haben. Sie morden, nehmen die Qualen der Tiere billigend in Kauf und versuchen dies auch noch zu rechtfertigen.

Der zweite Teil der Menschen schaut weg und ermöglicht dem ersten damit seine Verbrechen.

Der kleine dritte Teil tut etwas dagegen und setzt sich für das artgerechte Leben dieser Tiere ein.

Zu welcher Gruppe zählen Sie sich?

Vielleicht fragen Sie sich auch nur, was man als Einzelner schon bewirken kann?

Viel.

Ein Beispiel nur:

Im Oktober 2001 haben es in nur 3 Wochen Tausende von Menschen geschafft, mit ihren Protesten per E-Mail, Brief oder Unterschriften-Sammlungen die Eröffnung eines geplanten Katastrophen-Delphinariums in Ägypten zu verhindern.

Es kann an einer Stimme hängen, ob etwas gestoppt werden kann oder nicht.

Ihre Stimme zählt. Denken Sie an Albert Schweizers Satz:

Das Wenige, was Du tun kannst, ist viel.

Was können Sie dagegen tun?

Aktionen für die Delphine

Patenschaft – das geht? Ja!

Delphin-Patenschaft

Delphinpatenlogo Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) macht es möglich! Die GRD, die 1991 vom Naturfotografen Rollo Gebhard gegründet wurde, setzt sich für den Schutz wild lebender Delphine und die Erhaltung ihrer Lebensräume ein. In einem einzigartigen Projekt der GRD kann für peruanische Delphine, die fotografiert sind und einen Namen tragen, für 50 EUR im Jahr eine Patenschaft übernommen werden. Auf diese Weise werden Leben und Lebensraum einer 15-köpfigen Familie Großer Tümmler, der Supay-Gruppe, geschützt. Sie ist stark bedroht durch die dort beliebte Dynamitfischerei.

Ein weiteres sehr interessantes Projekt der GRD zum Schutz der Delphine läuft z.Z. in der Adria, in der nur noch eine kleine Population von Großen Tümmlern existiert. Gemeinsam mit den Tierärzten der Universität Zagreb will die GRD die letzten 220 Adria-Delphine vor dem Aussterben retten.

Die Thunfisch-Checkliste

GRD Logo Das Logo „Delphinfreundlich“ sagt leider :-( nichts über die Fangmethoden der Firmen aus. Da es in Deutschland nicht geschützt ist, finden sich Importeure, die es verwenden, obwohl sie ihre Einkäufe nicht überprüfen lassen. Solche Ware wird auch in Bioläden angeboten! Die GRD hat eine Thunfisch-Checkliste herausgegeben mit Thunfisch-Marken und den Namen von Importeuren, deren Produkte Sie bedenkenlos verzehren können, da sich diese Importeure überprüfen lassen. Die Thunfischmarke ist meist in großen Lettern auf der Banderole der Konservendose aufgedruckt. Will man/frau also auf Nummer Sicher gehen, heißt das: entweder gar keinen Thunfisch kaufen oder aber nur von Firmen, die von der GRD bestätigt sind.

Walschutzorganisationen

Earth Island Institute Thunfisch-Kontrollprogramm (IMP)
Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)
Foundation for information and research on marine mammals, 1998 in der Schweiz gegründet
Greenpeace

www.wale-delphine.de
www.delfinhilfe.de
www.walschutz.de – leider nicht mehr aktiv
www.meeressaeuger.de – leider nicht mehr aktiv

Delphinpärchen

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