Eingeschickt von Lea Steiger
Die Hauptdarstellerin in dieser traurigen Geschichte ist ein Mädchen. Sie hatte auf dem Begräbnis ihrer Mutter einen Mann flüchtig kennengelernt, der für sie den „Mann der Träume“ darstellte. Sie verliebte sich in ihn, obwohl sie so gut wie nichts über ihn wußte.
Zwei Tage später ermordete sie ihre Schwester.
Frage: Warum hat das Mädchen ihre Schwester getötet?
Ein Vater fuhr seinen Jungen zu einem Fußballspiel. Das Benzin war schon knapp und mitten auf den Bahngleisen kam der Wagen zum Stehen. Der Vater versuchte verzweifelt, den Wagen wieder anzulassen, aber alles wollte nichts helfen. Aufgeregt wie er war, übersah er den kommenden Zug, der den Wagen erfaßte. Wenig später traf der Rettungswagen am Unfallort ein und holte die beiden Schwerverletzten ab. Der Vater starb auf dem Weg ins Krankenhaus, der Sohn schwebte in Lebensgefahr und mußte unverzüglich operiert werden. Als der Junge in den OP-Saal gefahren wurde, sagte jemand aus dem Chirurgenteam ganz erschrocken: „Ich kann nicht mit operieren, das ist mein Sohn“.
Frage: Kann es so etwas überhaupt geben? Erklären Sie diese seltsame Situation! Wenn Sie die richtige Lösung gefunden haben, werden Sie nicht mehr zweifeln.
Einige Lösungen wurden zwar schon zusammengetragen, sie scheinen aber nach der Meinung der Rätselexperten allesamt nicht richtig zu sein.
Bei einem Logik-Wettbewerb 1985 in Paris errangen drei Teilnehmer gleichzeitig den Sieg. Um einen Hauptgewinner zu küren, wurde eine zusätzliche Prüfung vereinbart. Man zeigte ihnen fünf Zettel, drei weiße und zwei schwarze. Dann verband man allen dreien die Augen und klebte ihnen einen weißen Zettel auf die Stirn. Am Schluß wurden ihnen die Binden abgenommen. Nun sollte der gewinnen, der am schnellsten die Farbe seines Zettels erraten könnte. Dabei konnten alle drei jeweils die weißen Zettel der Konkurrenten sehen, nicht aber ihren eigenen. Nach einigem Überlegen kamen alle drei zu dem Schluß, daß sie einen weißen Zettel haben müßten.
Frage: Welche Überlegungen stellten die drei an?
Eingeschickt von Thomas Hulin
Tirenäus, der König von Minorien, hatte drei Untertanen und einen Diener. Eines Tages fragte er seinen Diener: „Wie alt sind meine drei Untertanen, wenn das Produkt ihrer Alter 2450 ist, und die Summe ihrer Alter doppelt so groß ist wie dein Lebensalter?“ Der Diener überlegte. Er holte sich einen Abakus, schob die Kugeln herum und sagte dann zum König: „Ich kann die Aufgabe nicht lösen.“ Der König lächelte und antwortete: „Ich bin der älteste von allen. Nun kannst du die Aufgabe lösen!“
Frage: Gefragt sind die (ganzzahligen und natürlichen) Alter aller fünf Personen. Es gibt nur eine logisch ableitbare Lösung. König und Diener denken auch logisch!
Der Zoo in Namibia hat zwölf Elefanten. Elf Elefanten sind gleich schwer. Einer der Elefanten ist schwerer oder leichter als die anderen. Mit der Balkenwaage im Zoo kann man die Dickhäuter aber nur vergleichend wiegen (es gibt keine Gewichte).
Frage: Wie schaffen Sie es, mit maximal drei Wiegungen den einen Elefanten zu identifizieren und zu wissen, ob er leichter oder schwerer als die anderen ist?
Drei Missionare und drei Kannibalen trafen sich dereinst an einem Fluß, um überzusetzen. Sie fanden ein Boot, das maximal zwei Personen tragen konnte. Nun durften aber auf einer Seite nicht mehr Kannibalen als Missionare sein, ansonsten fräßen erstere die letzteren. Nach einigem Überlegen fand sich dann eine Lösung, die es erlaubte, daß bei keinem Übersetzvorgang mehr Kannibalen als Missionare auf einer Seite standen (die Personen, die mit dem Boot auf einer Flußseite ankommen, zählen mit).
Frage: Wie mußten die sechs übersetzen, ohne daß jemand gefressen wurde?
Es war Markttag in der Stadt; die Leute drängten sich dicht vor den Ständen. Ein Pferdehändler schloß gerade ein Geschäft mit einem Züchter über 100 Pferde für je 100 Goldtaler ab. Nun prüft man damals gerne die Echtheit der Währung durch einen kräftigen Biß auf das Edelmetall. Alleine der Züchter brachte die 10.000 Taler in 100 Säcken zu 100 Talern an. Da war guter Rat teuer, argwöhnte doch der Händler, der Züchter habe in einen der Säcke lediglich vergoldete Bronzetaler getan. Nun wußte er jedoch, daß ein Goldtaler 10 Gramm wog, ein Bronzetaler hingegen nur 9 Gramm.
Frage: Wie konnte der Händler mit seiner Waage in einer Wiegung den Sack mit den gefälschten Talern herausfinden?
Hundert Jahre nach Zerschlagung des großen Thüringerreiches durch die Sachsen und Franken im Jahre 531 wurde an der Wisera, der heutigen Werra, bei Salzungen eine fränkische Zwingburg erbaut: der Frankenstein. Karl von Frankenstein, auf den der Besitz im neunten Jh. überging, war ein etwas sonderbarer Mensch. Er ließ den Burgkeller zu einem labyrinthartig angelegten Verließ ausbauen. Von den 145 Türen waren nur neun durch dicke Querbalken verschlossen, alle anderen standen sperrangelweit offen. Es schien leicht zu sein, zu der Tür zu gelangen, die nach außen führte, und sein Glück zu versuchen, sie zu öffnen. Aber weit gefehlt! Es war auf keine Weise möglich, eine verschlossene Türe zu öffnen. Aber sie öffnete sich von selbst, wenn sie gerade die neunte in der Zählung war, d.h. wenn vor ihr acht offene Türen durchschritten wurden. Man konnte auch nicht, um einen Fehler zu berichtigen, zwei bis drei Türen in der Nachbarschaft noch einmal durchschreiten, um die Anzahl der benutzten Türen auf acht zu bringen; denn sobald man durch eine Zelle gegangen war, schlossen sich alle ihre offenen Türen und blieben zu. Ein zweites Mal konnte man nicht durch eine Zelle gehen. So hatte es Karl von Frankenstein mit Bedacht eingerichtet.
Frage: Rechts unten ist der Start, links oben der Kerkerausgang. Wie entkommt man aus Frankensteins Kerker?
Anmerkung: Aufs Bild klicken für größere Version!
Diese Aufgabe dachte sich der französische Mathematiker Edouard Lucas aus. Bei einem Kongreß erklärte L. am Ende eines Frühstücks, er möchte den Anwesenden eine der schwierigsten Aufgaben vorlegen. „Jeden Tag mittags fährt ein Dampfer von Le Havre ab nach New York und gleichzeitig ein Dampfer der selben Linie von New York nach Le Havre. Die Überfahrt dauert in der einen wie in der anderen Richtung genau sieben Tage.“
Frage: Wie vielen Schiffen seiner Linie, die in entgegengesetzter Richtung fahren, begegnet ein Dampfer, der heute mittag in Le Havre abfährt?
Anmerkung: Ungeachtet Lukas' Klassifizierung der Aufgabe als schwierig ist sie wirklich simpel. Also nicht abschrecken lassen!
Wer Tomb Raider IV kennt, dem wird dieses Rätsel vertraut vorkommen: Ein 10-Liter-Bassin ist voll mit Wasser gefüllt. Zwei leere Schöpfkannen stehen als Hilfsmittel zur Verfügung, eine mit fünf, die andere mit drei Liter Fassungsvermögen.
Frage: Wie schaffen Sie es, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten, genau vier Liter Wasser in die 5-Liter-Schöpfkanne zu füllen?
Weiter zum Teil IV.