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Rätsel Teil III

  1. Das Begräbnis
  2. Vater und Sohn
  3. Der Wettbewerb der Logiker
  4. Tirenäus' kleiner Hofstaat
  5. Der Zoo von Namibia
  6. Eine kannibalische Bootsfahrt
  7. Der Pferdehändler
  8. Frankensteins Kerker
  9. Die Aufgabe des E. Lucas
  10. Die Wasserträger

Das Begräbnis

Eingeschickt von Lea Steiger

FriedhofDie Hauptdarstellerin in dieser traurigen Geschichte ist ein Mäd­chen. Sie hatte auf dem Begräb­nis ihrer Mutter einen Mann flüchtig kennen­gelernt, der für sie den „Mann der Träume“ darstellte. Sie verliebte sich in ihn, obwohl sie so gut wie nichts über ihn wußte.

Zwei Tage später ermordete sie ihre Schwester.

Frage: Warum hat das Mädchen ihre Schwester getötet?

Vater und Sohn

Chirurg Ein Vater fuhr seinen Jungen zu einem Fußball­spiel. Das Benzin war schon knapp und mitten auf den Bahn­gleisen kam der Wagen zum Stehen. Der Vater versuchte ver­zwei­felt, den Wagen wieder anzu­lassen, aber alles wollte nichts helfen. Aufgeregt wie er war, übersah er den kommenden Zug, der den Wagen erfaßte. Wenig später traf der Rettungs­wagen am Unfall­ort ein und holte die beiden Schwer­verletz­ten ab. Der Vater starb auf dem Weg ins Kranken­haus, der Sohn schwebte in Lebens­gefahr und mußte unver­züglich operiert werden. Als der Junge in den OP-Saal gefahren wurde, sagte jemand aus dem Chirurgen­team ganz erschrocken: „Ich kann nicht mit operieren, das ist mein Sohn“.

Frage: Kann es so etwas überhaupt geben? Erklären Sie diese seltsame Situation! Wenn Sie die richtige Lösung gefunden haben, werden Sie nicht mehr zweifeln.

Einige Lösungen wurden zwar schon zusammen­getragen, sie scheinen aber nach der Meinung der Rätsel­experten allesamt nicht richtig zu sein.

Der Wettbewerb der Logiker

Logik-Wettbewerb Bei einem Logik-Wettbewerb 1985 in Paris errangen drei Teil­nehmer gleichzeitig den Sieg. Um einen Hauptgewinner zu küren, wurde eine zusätzliche Prüfung vereinbart. Man zeigte ihnen fünf Zettel, drei weiße und zwei schwarze. Dann verband man allen dreien die Augen und klebte ihnen einen weißen Zettel auf die Stirn. Am Schluß wurden ihnen die Binden abgenommen. Nun sollte der gewinnen, der am schnellsten die Farbe seines Zettels erraten könnte. Dabei konnten alle drei jeweils die weißen Zettel der Kon­kurrenten sehen, nicht aber ihren eigenen. Nach einigem Überlegen kamen alle drei zu dem Schluß, daß sie einen weißen Zettel haben müßten.

Frage: Welche Überlegungen stellten die drei an?

Tirenäus' kleiner Hofstaat

Eingeschickt von Thomas Hulin

AbakusTirenäus, der König von Minorien, hatte drei Untertanen und einen Diener. Eines Tages fragte er seinen Diener: „Wie alt sind meine drei Unter­tanen, wenn das Produkt ihrer Alter 2450 ist, und die Summe ihrer Alter doppelt so groß ist wie dein Lebensalter?“ Der Diener überlegte. Er holte sich einen Abakus, schob die Kugeln herum und sagte dann zum König: „Ich kann die Aufgabe nicht lösen.“ Der König lächelte und antwortete: „Ich bin der älteste von allen. Nun kannst du die Aufgabe lösen!“

Frage: Gefragt sind die (ganzzahligen und natürlichen) Alter aller fünf Personen. Es gibt nur eine logisch ableitbare Lösung. König und Diener denken auch logisch!

Der Zoo von Namibia

Elefantenwaage Der Zoo in Namibia hat zwölf Elefanten. Elf Elefanten sind gleich schwer. Einer der Elefanten ist schwerer oder leichter als die anderen. Mit der Balken­waage im Zoo kann man die Dickhäuter aber nur vergleichend wiegen (es gibt keine Gewichte).

Frage: Wie schaffen Sie es, mit maximal drei Wiegungen den einen Elefanten zu identi­fizieren und zu wissen, ob er leichter oder schwerer als die anderen ist?

Eine kannibalische Bootsfahrt

Boot Drei Missionare und drei Kannibalen trafen sich dereinst an einem Fluß, um überzusetzen. Sie fanden ein Boot, das maximal zwei Personen tragen konnte. Nun durften aber auf einer Seite nicht mehr Kanni­balen als Missio­nare sein, ansonsten fräßen erstere die letzteren. Nach einigem Überlegen fand sich dann eine Lösung, die es erlaubte, daß bei keinem Übersetz­vorgang mehr Kanni­balen als Missio­nare auf einer Seite standen (die Personen, die mit dem Boot auf einer Fluß­seite ankommen, zählen mit).

Frage: Wie mußten die sechs übersetzen, ohne daß jemand gefressen wurde?

Der Pferdehändler

Pferdehändler Es war Markttag in der Stadt; die Leute drängten sich dicht vor den Ständen. Ein Pferde­händler schloß gerade ein Geschäft mit einem Züchter über 100 Pferde für je 100 Gold­taler ab. Nun prüft man damals gerne die Echtheit der Währung durch einen kräftigen Biß auf das Edel­metall. Alleine der Züchter brachte die 10.000 Taler in 100 Säcken zu 100 Talern an. Da war guter Rat teuer, argwöhnte doch der Händler, der Züchter habe in einen der Säcke lediglich vergoldete Bronze­taler getan. Nun wußte er jedoch, daß ein Goldtaler 10 Gramm wog, ein Bronzetaler hingegen nur 9 Gramm.

Frage: Wie konnte der Händler mit seiner Waage in einer Wiegung den Sack mit den gefälschten Talern herausfinden?

Frankensteins Kerker

Burg Hundert Jahre nach Zer­schla­gung des großen Thüringer­reiches durch die Sachsen und Franken im Jahre 531 wurde an der Wisera, der heutigen Werra, bei Sal­zungen eine fränkische Zwing­burg erbaut: der Frankenstein. Karl von Franken­stein, auf den der Besitz im neunten Jh. überging, war ein etwas sonder­barer Mensch. Er ließ den Burg­keller zu einem labyrinth­artig angelegten Verließ ausbauen. Von den 145 Türen waren nur neun durch dicke Quer­balken verschlossen, alle anderen standen sperr­angel­weit offen. Es schien leicht zu sein, zu der Tür zu gelangen, die nach außen führte, und sein Glück zu versuchen, sie zu öffnen. Aber weit gefehlt! Es war auf keine Weise möglich, eine verschlos­sene Türe zu öffnen. Aber sie öffnete sich von selbst, wenn sie gerade die neunte in der Zählung war, d.h. wenn vor ihr acht offene Türen durchschritten wurden. Man konnte auch nicht, um einen Fehler zu berichtigen, zwei bis drei Türen in der Nachbar­schaft noch einmal durch­schreiten, um die Anzahl der benutzten Türen auf acht zu bringen; denn sobald man durch eine Zelle gegangen war, schlossen sich alle ihre offenen Türen und blieben zu. Ein zweites Mal konnte man nicht durch eine Zelle gehen. So hatte es Karl von Franken­stein mit Bedacht eingerichtet.

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Frage: Rechts unten ist der Start, links oben der Kerkerausgang. Wie ent­kommt man aus Franken­steins Kerker?

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Die Aufgabe des E. Lucas

SchiffDiese Aufgabe dachte sich der franzö­sische Mathe­matiker Edouard Lucas aus. Bei einem Kongreß erklärte L. am Ende eines Frühstücks, er möchte den Anwesenden eine der schwie­rig­sten Aufgaben vorlegen. „Jeden Tag mittags fährt ein Dampfer von Le Havre ab nach New York und gleichzeitig ein Dampfer der selben Linie von New York nach Le Havre. Die Überfahrt dauert in der einen wie in der anderen Richtung genau sieben Tage.“

Frage: Wie vielen Schiffen seiner Linie, die in entgegen­gesetzter Richtung fahren, begegnet ein Dampfer, der heute mittag in Le Havre abfährt?

Anmerkung: Ungeachtet Lukas' Klassifizierung der Aufgabe als schwierig ist sie wirklich simpel. Also nicht abschrecken lassen!

Die Wasserträger

Flaschen Wer Tomb Raider IV kennt, dem wird dieses Rätsel vertraut vor­kommen: Ein 10-Liter-Bassin ist voll mit Wasser gefüllt. Zwei leere Schöpf­kannen stehen als Hilfsmittel zur Verfügung, eine mit fünf, die andere mit drei Liter Fassungs­vermögen.

Frage: Wie schaffen Sie es, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten, genau vier Liter Wasser in die 5-Liter-Schöpf­kanne zu füllen?


Weiter zum Teil IV.

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